Wie du deine Gefühle als Ressource nutzt.
- Alexander Hachmeyer

- 20. März
- 3 Min. Lesezeit

1925. Ein Mann steht vor Zehntausenden Menschen im Wembley-Stadion.
| Er soll sprechen. Er kann nicht.
Nicht weil er dumm ist. Nicht weil er nichts zu sagen hat. Sondern weil er jahrzehntelang gelernt hat, das wegzudrücken, was in ihm vorgeht.
| Die Angst. Die Scham. Den Druck.
George VI. - König von England - war gelähmt. Nicht vom Stottern. Vom Umgang mit seinen Gefühlen.

Was folgte, war keine Technik. Kein Sprachtraining. Es war die Arbeit an dem, was er nie gelernt hatte:
| Seine eigenen Gefühle zu lesen. Zu benennen. Zuzulassen.
Und dann - 1939 - hielt er eine der bewegendsten Reden des 20. Jahrhunderts. Millionen Menschen hörten zu. Nicht weil er perfekt war. Sondern weil er endlich er selbst war.
Hier der Link zum Trailer dieses sensationellen Films:
Innen klar. Außen wirksam.
Was Gefühle wirklich sind und wie du sie als Ressource nutzt.
Jedes Gefühl hat eine Funktion.
| Und jedes Gefühl hat vier Dimensionen.
Diese entscheiden, wie du ein Gefühl liest und was du damit tust.

Wer das versteht, kann mit sich arbeiten. Wer das ignoriert, steuert blind. Es ist sinnvoll die vorhandenen Gefühle als Ressource einzusetzen wenn man versteht wie das funktioniert.
Novak Djokovic und die Verbindung zum König.
George VI. war nicht der Einzige.

Novak Djokovic ist nicht Roger Federer. Er wird nicht geliebt. Er wird respektiert und oft genug: gefürchtet. Federer hatte Eleganz. Nadal hatte Leidenschaft. Djokovic hatte - lange - das Image des Kalkulierten, des Unbeliebten, des Außenseiters.
Und trotzdem: 24 Grand-Slam-Titel. Mehr als jeder andere Spieler in der Geschichte des Tennis.
In einem Interview hat er es selbst so beschrieben:
| 𝘋𝘪𝘦 𝘓𝘦𝘶𝘵𝘦 𝘥𝘦𝘯𝘬𝘦𝘯, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘮𝘢𝘯 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘈𝘯𝘨𝘴𝘵 𝘮𝘦𝘩𝘳 𝘩𝘢𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘮𝘦𝘩𝘳 𝘢𝘯 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵 𝘻𝘸𝘦𝘪𝘧𝘦𝘭𝘵, w𝘦𝘯𝘯 𝘮𝘢𝘯 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘭𝘢𝘯𝘨𝘦 𝘢𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘱𝘪𝘵𝘻𝘦 𝘴𝘵𝘦𝘩𝘵. 𝘈𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘢𝘴 𝘴𝘵𝘪𝘮𝘮𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵. 𝘋𝘪𝘦 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘦𝘴 𝘢𝘶𝘧 𝘫𝘦𝘥𝘦𝘯 𝘍𝘢𝘭𝘭 - 𝘶𝘯𝘥 𝘪𝘤𝘩 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘴𝘪𝘦 𝘨𝘦𝘯𝘢𝘶𝘴𝘰 𝘸𝘪𝘦 𝘫𝘦𝘥𝘦𝘳 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦 𝘢𝘶𝘤𝘩.
Und dann der entscheidende Satz:
| 𝘞𝘢𝘴 𝘮𝘪𝘳 𝘩𝘪𝘭𝘧𝘵, 𝘪𝘴𝘵 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘍𝘢̈𝘩𝘪𝘨𝘬𝘦𝘪𝘵, 𝘮𝘪𝘵 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘯 𝘌𝘮𝘰𝘵𝘪𝘰𝘯𝘦𝘯 𝘴𝘰 𝘨𝘶𝘵 𝘸𝘪𝘦 𝘮𝘰̈𝘨𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘶𝘮𝘻𝘶𝘨𝘦𝘩𝘦𝘯, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘴𝘪𝘦 𝘢𝘶𝘧𝘵𝘢𝘶𝘤𝘩𝘦𝘯.
| Nicht unterdrücken. Nicht ignorieren. Erkennen und damit arbeiten.
Zwei Männer. Zwei Bühnen. Jahrzehnte auseinander. Dasselbe Prinzip: Wer seine Gefühle liest, entscheidet besser. Führt besser. Wirkt stärker.
Gefühle sind kein Marketing-Tool.
Sie sind der Grund, warum Menschen kaufen, wählen und bleiben. Die Limbic Map der Gruppe Nymphenburg zeigt, wo Marken emotional positioniert sind und welches Grundgefühl sie aktivieren.

Stimulanz: Leichtigkeit, Verspieltheit, reiner Genuss.
🐻 Haribo verkauft keine Süßigkeit. Haribo verkauft den Moment, in dem alles leicht ist.
Dominanz: Kontrolle, Leistung, Durchsetzung.
⚡Check24 verkauft keine Vergleiche. Check24 gibt dir die Kontrolle zurück.
Balance: Sicherheit, Schutz, Stabilität.
🛡️Allianz verkauft keine Versicherung. Allianz verkauft die Reduktion von Existenzangst.
Balance/Fürsorge: Verbindung, Mitgefühl, Gemeinschaft.
🤝Aktion Mensch verkauft kein gutes Gewissen. Aktion Mensch macht aus Mitgefühl Sinn.
Balance/Harmonie: Verantwortung, Nachhaltigkeit,Einklang.
🐸Frosch verkauft kein Reinigungsmittel. Frosch nimmt dir die Umweltschuld weg.
Jede dieser Marken hat ein Grundgefühl. Und sie löst es auf, in eine Handlung.
Die entscheidende Frage ist nicht, welches Gefühl deine Marke auslöst. Sondern ob sie es überhaupt tut und ob es das richtige ist.
Weißt du, wo deine Marke auf der Limbic Map steht? Wenn ja: Ist es bewusst gewählt oder zufällig entstanden? Wenn nein: Lass uns genau das herausfinden. Denn eine Marke ohne emotionalen Anker wirkt, aber sie bleibt nicht.
Ein Gedanke zum Mitnehmen
Wenn ein Gefühl auftaucht — bei dir, in einem Gespräch, in einer Entscheidung:
| 𝗜𝗻𝗻𝗲𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻. Nicht wegdrücken. Kurz stoppen.
| 𝗕𝗲𝗻𝗲𝗻𝗻𝗲𝗻. Nicht "mir geht's nicht gut." Sondern: Was ist das genau? Ärger? Angst? Freude?
| 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲𝗻. Was will mir dieses Gefühl sagen? Was brauche ich gerade?
Das ist alles. Und es verändert alles.
George VI. hat es gelernt. Djokovic hat es gelernt. Du kannst es heute anfangen.
𝗗𝗶𝗲 𝗪𝗼𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗨̈𝗯𝗲𝗿𝗯𝗹𝗶𝗰𝗸
Montag — "Das ist mir egal, was du fühlst." Wie ein Satz ein Muster beschreibt, das viele kennen. https://www.linkedin.com/posts/alexhachmeyer_das-ist-mir-egal-was-du-f%C3%BChlst-mach-es-activity-7439193636908642304-8w4U
Mittwoch — 7 Gefühle, 4 Dimensionen. Alle schon in dir. Der Slider als Werkzeugkasten. https://www.linkedin.com/posts/alexhachmeyer_stopp-stopp-stopp-das-hier-jetzt-lesen-activity-7439935528239714304-8TSp
Donnerstag — Dein Kunde kauft kein Produkt. Die Limbic Map als Kompass. https://www.linkedin.com/posts/alexhachmeyer_du-machst-alles-richtig-und-trotzdem-kaufen-activity-7440336286999068674-Dr_X
Freitag — Hilfe, ich habe Gefühle! Was Grundgefühle wirklich bedeuten. https://www.linkedin.com/posts/alexhachmeyer_hilfe-ich-habe-gef%C3%BChle-klingt-komisch-activity-7440659006546817024-TkBA
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Alexander



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